DIE 20 BESTEN SCHWEIZER UHRENHERSTELLER

Viele Schweizer Uhren und Uhrenmanufakturen haben einen Legenden-Status. Seit über 200 Jahren werden in der Schweiz hochwertige Armbanduhren gefertigt. Die Schweizer Uhrenmarken stehen noch heute für Qualität und Werte.

Der Ursprung der mechanischen Uhr liegt zwar nicht in der Schweiz. Dennoch sind mechanische Uhren und die Schweiz schon seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden. Für viele ist die Schweiz DAS Land der Luxusuhren, was auch verständlich ist. Aus dem kleinen Land kommen die wirklich großen Namen in der Uhrenindustrie.

Ich will Dir jetzt die meiner Meinung nach 20 besten Uhrenhersteller im Porträt vorstellen. Da erzähle ich Dir alles über Gründung, Geschichte und Modelle der Schweizer Uhrenhersteller.

Swiss Made steht global für hochwertige Handwerkskunst. Erfahre jetzt, welche Tradition hinter den Schweizer Uhrenmarken wirklich steckt und welche Schweizer Uhren ich Dir ans Herz lege.

10 BELIEBTE SCHWEIZER MODELLE

UHRENTRADITION AUS DER SCHWEIZ

In einem Zeitstrahl werde ich Dir einen Überblick über die gesamten Schweizer Uhren Tradition geben. Die Schweizer Uhren reichen so weit in die Zeit zurück, dass Du Dir wahrscheinlich gar nicht richtig vorstellen können, wie die Welt zu dieser Zeit aussah. Aus diesem Grund findest Du im Zeitstrahl andere wichtige Ereignisse zur Orientierung. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, wie früh es möglich war solch feine mechanische Armbanduhren zu bauen und noch dazu sehr genau liefen.

Nicht nur die Schweizer Uhrenmanufakturen, sondern auch die wichtigsten Schweizer Uhren werde ich Ihnen präsentieren. Springen Sie in dem folgenden Menü direkt zu einem bestimmten Schweizer Uhrenhersteller, um mehr zu erfahren.

SCHWEIZER UHREN: TRADITION IM ZEITSTRAHL

Die Schweizer Uhrenmanufaktur Blancpain wurde bereits 1735 von Jehan-Jacques Blancpain gegründet. Im Jahr 1926 brachte Blancpain die erste Armbanduhr mit automatischem Aufzug auf den Markt.

Blancpain steht für mechanische Schweizer Uhren. Die Marke hat selbst in der sog. Quarzkrise keine elektronischen Uhren verkauft. Die „Blancpain 1735“ ist eine der komplexesten Armbanduhren überhaupt. Aktuell sind sechs unterschiedliche Blancpain Serien im Angebot.

Vacheron Constantin ist der älteste, ununterbrochen tätige Uhrenhersteller der Welt. Auch während der Quarzkrise konnte sich das Unternehmen behaupten. Vacheron Constantin fertigte bereits 1839 wichtige Werkteile mit Maschinen. In gewisser Weise wurde von Vacheron Constantin der Grundstein für die Uhren Serienproduktion gelegt.

Heutzutage gehört die Schweizer Uhrenmarke zur Richemont Gruppe. Insgesamt sind 400 Mitarbeiter für den Schweizer Uhrenhersteller tätig, der größte Anteil davon in der Genfer Hauptstelle.

Longines ist die älteste eingetragene Uhrenmarke der Welt. Zum Schutz vor Fälschungen wurde der Name Longines am 27. Mai 1889 registriert. 1945 kam die erste Longines Automatikuhr auf den Markt. Das Herstellungsjahr der meisten Longines Uhren lässt sich durch die Seriennummern ableiten.

Longines präsentierte 1969 eine der präzisesten Quarzuhren mit dem Namen Ultra Quarz. Nichtsdestotrotz war Longines von der Quarzkrise schwer getroffen. Anfang der 1980er Jahre wurde Longines durch die SWATCH Gruppe übernommen. In dieser befinden sich noch heute viele Schweizer Uhrenhersteller. Armbanduhren der Uhrenmarke Longines erhalten Sie ab ca. 900 bis 5000 Euro.

Die Schweizer Uhrenmarke LeCoultre wurde 1833 in Vallée de Joux gegründet. Ab 1902 fertigte LeCoultre über 30 Jahre hinweg Rohwerke für Patek Philippe. Die Werke von Jaeger-LeCoultre sind nicht nur hochwertig, sondern mit vielen Komplikationen gespickt.

Ab dem Jahre 1907 lieferte LeCoultre & Cie Rohwerke an den Pariser Uhrmacher Edmond Jaeger. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mündete 1937 in einer Fusion der beiden Unternehmen. Die Uhrenmarke Jaeger-LeCoultre war geboren.

Die Schweizer Uhrenmarke Baume & Mercier wurde 1830 von den Brüdern Louis-Victor und Célestin Baume in Les Bois gegründet. Mittlerweile befindet sich der Sitz des Traditionsunternehmens in Le Locle.

In Zusammenarbeit mit Paul Mercier stellte die Schweizer Uhrenmarke 1919 individuelle Armbanduhren mit rundem Gehäuse. Die Uhren von Baume & Mercier haben ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Patek Philippe ist eine eigenständige Uhrenmanufaktur und hat Ihren Sitz in Genf. Die Schweizer Uhrenmanufaktur wurde 1839 von dem polnischen Adligen Antoine Norbert Graf de Patek ins Leben gerufen. Zusammen mit seinem Partner Jean-Adrien Philippe resultierte das Patent für die Aufzugskrone. Vorher war das Aufziehen der Uhr nur mit einem Schlüssel möglich.

Der Schweizer Hersteller stellt im Jahr 55.000 Luxusuhren her. Der Umsatz kann sich trotz der geringen Stückzahl sehen lassen. Er wird auf aktuell ca. 1 Milliarde Euro geschätzt.

Anfangs hat Tissot aus fremden Werkteilen Taschenuhren in der Schweiz hergestellt und zum Großteil in den USA verkauft. Erst seit 1915 wurden Armbanduhren von Tissot gefertigt.

Tatsächlich war Tissot eines der Gründungsmitglieder des Swatch Konzerns. Im Jahre 1985 schlossen sich die beiden Unternehmen SSIH (Tissot & Omega) und der ASUAG Konzern zur Swatch Group zusammen. Das war die Rettung für Tissot, denn die Schweizer Uhrenmarke hatte auch nach der Quarzkrise noch rote Zahlen geschrieben.

Chopard stellt neben Schweizer Luxusuhren auch hochwertigen Schmuck her. Der Schweizer Uhrenhersteller gehört seit 1963 der deutschen Familie Scheufele. Chopard steht für einzigartige Luxusuhren, welche in aufwendiger Handarbeit gefertigt werden. Die Schweizer Luxusmarke stellt Uhren mit Automatik-, Quarz- und Handaufzug-Werk her. Die Luxusuhren liegen in einer Preisspanne von 4000 bis über 300.000 Euro.

Aktuell sind ca. 1800 Mitarbeiter bei Chopard beschäftigt. Das Unternehmen erzielt einen jährlichen Umsatz von ca. 500 Millionen Euro.

Die Schweizer Uhrenmarke wurde 1860 von Edouard Heuer gegründet. Die ersten Uhren trugen nur die Aufschrift Heuer. Erst im Jahr 1985 wurde die Firma nach dem Zusammenschluss mit der TAG Gruppe in TAG Heuer umbenannt.

Schon von Beginn an war die Marke sehr innovativ. Heuer entwickelte zum Beispiel den ersten Hundertstelsekunden-Chronograph im Jahre 1916. Gerade die Uhren mit Stoppfunktion sind bei den Kunden sehr begehrt.

Als Georges Favre-Jacot seine Uhrenmanufaktur gründete, trug diese noch den Namen Fabrique des Billodes. Erst im Jahre 1911 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Fabrique des Montres Zenith umgewandelt.

1969 stellte Zenith das legendäre Chronographenwerk El Primero mit 36000 Halbschwingungen pro Stunde vor. Heute gehört Zenith, genau wie TAG Heuer, zu dem Luxushersteller Louis Vuitton.

Mit 27 Jahren gründete der amerikanische Uhrmacher Florentine Ariosto Jones in der Schweiz die Marke IWC. Der Standort war wegen der vielen Uhrmacher sehr begehrt. Bereits 1875 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Aus der Quarzkrise konnte sich IWC befreien, indem Sie sich wieder auf mechanische Uhrwerke mit vielen Komplikationen spezialisierte.

IWC gehört seit dem Jahr 2000 zum Richemont Konzern. Aktuell sind etwa 1200 Mitarbeiter bei IWC beschäftigt. In den letzten Jahren erzielte die Schweizer Uhrenmarke einen unglaublichen Umsatz von über 400 Millionen Euro.

Piaget stellt nicht nur Armbanduhren, sondern auch hochwertigen Schmuck her. Die Schweizer Uhrenmarke ist Teil des Luxuskonzerns Richemont. Doch gegründet wurde der Hersteller von Georges Edouard Piaget auf dem Bauernhof seiner Eltern. In einer Werkstatt fertigte dieser eigene Taschenuhren und Uhrwerke für andere Uhrenhersteller an. 1957 brachte Piaget das ultraflache Kaliber 9P heraus, mit einer Höhe von nur 2 mm.

Erst 1911 übernahm der Sohn das Unternehmen und begann eigene Uhren herzustellen. Piaget wurde 1943 als Marke eingetragen. Die Schweizer Uhrenmanufaktur wurde 1988 von dem Richemont Vorgänger gekauft.

An insgesamt drei Standorten in der Schweiz stellt die bekannte Schweizer Uhrenmanufaktur Luxusuhren her. Bereits bei der Gründung stellte das Unternehmen eigene Uhren her. Allerdings erlangte die Schweizer Uhrenmarke erst nach dem Zweiten Weltkrieg Ihren größten Erfolg. Das bekannteste Modell ist die im Jahre 1972 von Gérald Genta entworfene Royal Oak.

Der Schweizer Uhrenhersteller beschäftigt aktuell ca. 1300 Mitarbeiter. Audemars Piguet erzielt jedes Jahr einen geschätzten Umsatz von 600 Millionen Euro.

Breitling ist ein Schweizer Uhrenhersteller für Luxusuhren in einer gehobenen Preisklasse. Spezialität von Breitling sind Chronographen mit Schweizer Automatikuhrwerk. So belieferte Breitling ab 1936 die Royal Air Force mit Borduhren.

Die wichtigste Entwicklung von Breitling ist wohl das bekannte Navitimer Modell. Der Fliegerchronograph verfügt über eine komplexe Lünette. Mit dieser kann der Pilot komplexe Berechnungen durchführen. Die Navitimer Modelle sind zwar das Flaggschiff, doch auch die Superocean Taucheruhren von Breitling sind sehr begehrt.

Certina wurde in Grenchen gegründet, sitzt allerdings mittlerweile in Le Locle. Der Scheizer Hersteller gehört zu der Swatch Group. Der Name Certina leitet sich vom lateinischen „certus“ ab, was so viel wie „sicher“ bedeutet.

Tatsächlich sind die Uhren von Certina sehr robust. Bereits 1959 wurde das DS (doppelte Sicherheit) System entwickelt. Dabei ist das Werk durch einen Gummiring vor Stößen und Schlägen geschützt. Außerdem sind die Schweizer Uhren von Certina dadurch noch wasserdichter, als vergleichbare Modelle.

Festina soll ein Schweizer Uhrenhersteller sein? Okay, vielleicht drücke
ich hier tatsächlich eine Auge zu. Der Sitz des Unternehmens ist
nämlich in Spanien. Allerdings wurde das Unternehmen 1902 in der Schweiz gegründet. Festina ist eine der erfolgreichsten Uhrenmarken überhaupt. Jährlich verkauft das Unternehmen ca. 5 Millionen (!) Uhren.

Die meisten Modelle sind mit einem Quarzuhrwerk ausgestattet und haben mit der alten Schweizer Tradition wenig zu tun. Dafür sind die Armbanduhren günstig. Bereits ab ca. 100 Euro erhalten Sie eine Festina Uhr.

Rolex ist ein eigenständiger Schweizer Uhrenhersteller mit Sitz in Genf. Die typische Rolex Krone ist weltweit bekannt. Rolex war auch die erste Marke, die den Herstellernamen auf das Zifferblatt druckte.

Rolex verzichtet auf hochkomplexe Werke. Im Vordergrund steht die Langlebigkeit der Schweizer Uhren. Jedes Jahr werden rund 700.000 Rolex Uhren hergestellt. Aktuell sind bei Rolex etwa 6000 Mitarbeiter beschäftigt, die Ihren Teil zu etwa 3 Milliarden Euro Umsatz sorgen. Rolex verkauft ausschließlich Luxusuhren ab 4500 Euro.

Der Markenname „Ebel“ ist die Wortschöpfung aus den Anfangsbuchstaben von Eugene Blum et Levy. Eugene Blum und seine Frau Alice Levy die Marke bereits 1911. Alice war für das Design der Armbanduhren zuständig. Ab 1929 produzierte das Ehepar unter der Marke Paul Breguette für den Amerikanischen Markt.

Vielleicht ist es nur Zufall, doch tatsächlich verkaufen sich die Ebel Damenuhren am besten. Die beliebtesten Ebel Modelle zeichnen sich durch eine einzigartige, sechseckige Gehäuseform aus.

Uhren des Schweizer Herstellers erkennen Sie sofort an dem Markanten „M“. Dieses findet sich sehr häufig auch auf den Armbändern der Luxusuhren. Maurice Lacroix war Vorstand des Mutterkonzerns. Zur Zeit, als über die Gründung der Uhrenmarke nachgedacht wurde, verstarb er. Ihm zu Ehren wurde dieser Markenname gewählt.

Jedes Jahr fertigt die Schweizer Uhrenmarke 120.00 Armbanduhren. Davon sind knapp die Hälfte mit einem mechanischen Werk ausgestattet. Aktuell macht die Marke einen Umsatz von fast 100 Millionen im Jahr. Die Armbanduhren weisen ein gutes Preis/Leistungsverhältnis auf. Ab ca. 400 Euro können Sie sich eine Maurice Lacroix Uhr zulegen.

Raymond Weil gründete die Schweizer Uhrenmarke in mitten der Quarzkrise. Das Unternehmen ist einer der letzten unabhängigen Schweizer Uhrenhersteller. Von Ihrem Hauptsitz in Genf aus verkauft die Marke weltweit Ihre Luxusuhren. Mit diesen konnte bereits 2011 ein Umsatz von über 175 Millionen Euro erzielt werden.

Die meisten Uhren werden im asiatischen Raum oder in Russland verkauft. Für Schweizer Verhältnisse handelt es sich zwar um eine relativ junge Uhrenmarke, aus deutscher Sicht betrachtet ist Raymond Weil schon fast ein Traditionsunternehmen. Die meisten Modelle von Raymond Weil liegen in einer Preisklasse zwischen 1000 und 2000 Euro.

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